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Diabetischer Fuß

Das diabetische Fußsyndrom ist eine häufig vorkommende Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit, insbesondere bei Diabetes mellitus Typ 2. Etwa 15 % der Diabetiker entwickeln im Laufe ihres Lebens in Folge ihrer Erkrankung schmerzlose, schlecht heilende Wunden an den Füßen.

 

Das betrifft derzeit eine Million Menschen in Deutschland. Pro Jahr entsteht bei 4 % der Diabetiker eine neue Wunde, bei 0,1 % kommt es durch den Zusammenbruch des Fußgewölbes zu einem Charcot-Fuß. (siehe D. Hochlenert, G. Engels, S. Morbach: Das diabetische Fußsyndrom - Über die Entität zur Therapie.Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2014)

Auslöser ist eine durch Diabetes bedingte Nervenschädigung (diabetische Polyneuropathie) und/oder durch Diabetes bedingte Gefäßveränderungen (diabetische Angiopathie). Die verminderte Schmerzwahrnehmung des Patienten an den Füßen und Unterschenkeln ist kennzeichnend für das Diabetische Fußsyndrom. Darüber hinaus ist bei Diabetikern das Immunsystem geschwächt, so dass es leicht zu Infektionen kommt. Als Folge können sich selbst kleine Verletzungen oder Druckstellen zu großflächigen Wunden auswachsen, die oft erst spät bemerkt werden (da nicht schmerzhaft) und die sich leicht entzünden.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, sorgfältige Fußpflege, das Vermeiden von Verletzungen und Druckstellen und das Tragen von richtigem Schuhwerk sind deshalb für Menschen mit Diabetes oberstes Gebot!

Um Patienten mit problematischen Fußerkrankungen (dazu gehören neben Patienten mit Diabetes auch Patienten mit unterschiedlichen Formen von Neuropathien z.B. HSMN oder Patienten mit Fußfehlstellungen) besser helfen zu können haben wir schon vor 20 Jahren eine Fußsprechstunde eingerichtet und kümmern und zusammen mit einer Podologin und einem orthopädischen Schuhmacher um Sie.