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Gicht

Ein plötzlich einsetzender Schmerz im Großzehengrundgelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk, Handgelenk oder auch in anderen Gelenken des Körpers, verbunden mit einer starken Rötung, Schwellung und Überwärmung – vielfältige Ursachen können dafür verantwortlich sein!

Daher ist eine sofortige Vorstellung bei einem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie notwendig. Wird eine durch Bakterien oder andere Krankheitserreger wie Borrelien verursachte Entzündung ausgeschlossen, kann unter anderem eine Ansammlung von Harnsäurekristallen in dem betroffenen Gelenk für die starken Schmerzen verantwortlich sein, ein Gichtanfall (Arthritis urica).

Wichtig ist also, zunächst dieses Krankheitsbild von anderen zu unterscheiden wie von einer Eiteransammlung, einem Reizzustand bei Verschleiß (aktivierte Arthrose), von rheumatischen Erkrankungen oder auch von der Gicht ähnlichen, ebenfalls durch Kristalle ausgelösten Reizzuständen (Pseudogicht). Dies erreichen wir in der Praxis durch entsprechende Fragen nach der Vorgeschichte und nach Erkrankungen in der Familie, durch eine körperliche Untersuchung, eine Röntgenuntersuchung, Ultraschall, im Verdachtsfall ergänzt durch eine Blutabnahme und ggf. Punktion des Gelenks.

Die Gicht ist eine Erkrankung des ganzen Körpers und muss als solche in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt oder Internisten behandelt werden, da sie unterschiedliche Ursachen haben kann. Diese werden dann langfristig ermittelt und gezielt therapiert.

Im plötzlichen Gichtanfall finden sie in unserer Praxis schnelle Hilfe. Wir können Ihnen nach entsprechender Untersuchung und Diagnosesicherung durch antientzündliche und spezifische Medikamente und ggf. auch einer Injektion eine schnelle Linderung der Beschwerden ermöglichen.

Sobald die Harnsäurekristalle aufgelöst sind, klingen die Schmerzen wieder rasch ab und die Entzündungsreaktion mit Schwellung und Rötung geht zurück. Wir geben Ihnen auch Tipps, wie zukünftig ein Gichtanfall durch Umstellung der Ernährungsgewohnheiten oder andere Maßnahmen (wie Medikamente, die helfen, die Bildung von Harnsäure zu vermindern oder deren Ausscheidung zu erhöhen) vermieden werden kann.

Wird die Gicht nicht behandelt, kann es auf lange Sicht zu einer Ansammlung von Harnsäurekristallen in den Gelenken und in den umliegenden Weichteilen kommen. In der Folge kann es zu einer Zerstörung der Gelenkstrukturen und Verformungen kommen. Im Gewebe können sich dicke Knoten (Gichttophi) bilden, die mit weißlichem, bröseligem Material (den Harnsäurekristallen) gefüllt sind. Außerdem können die Nieren als Ausscheidungsorgan Schaden nehmen, was zu einem Versagen des Organs (Niereninsuffizienz) bis hin zur Dialysepflichtigkeit, führen kann.

Daher sind eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung und eine entsprechende Behandlung dringend notwendig. Dies können wir in unserer Praxis leisten.

Weitere Informationen zu dem Krankheitsbild Gicht finden Sie auf den folgenden Webseiten: