Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose)

Als Coxarthrose bezeichnet man die Arthrose, d.h. den in der Regel fortschreitenden Verschleiß, eines oder beider Hüftgelenke. Sie führt zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen in der Hüfte und tritt häufiger im höheren Lebensalter auf.

Häufigste Ursachen einer Coxarthrose ist neben einer genetischen Komponente ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastungsfähigkeit des Hüftgelenks über einen langen Zeitraum, Risikofaktoren sind Alter und Übergewicht. Weitere Ursachen sind angeborene Fehlstellungen des Hüftgelenkes (z.B. Hüftdysplasie), Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, Folgen von Trauma/ Unfällen, Stoffwechsel- bzw. Durchblutungsstörungen (Diabetes mellitus, Gicht, Alkoholabusus) oder entzündliche Erkrankungen (z.B. rheumatische Erkrankungen).

Die Diagnose einer Arthrose wird durch die Anamnese, die körperliche Untersuchung und durch ein Röntgenbild gestellt und in verschiedene Schweregrade eingeteilt.

Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Arthrose, der Funktionseinschränkung und vor allem den Beschwerden des Patienten. Sie reicht von speziellen Verhaltensmaßnahmen wie Gewichtsreduktion, Bewegung bis hin zu konservativen Therapieformen wie Medikamenten in oraler Form oder als Injektionen (Spritzen), Krankengymnastik, orthopädischen Hilfsmitteln (z.B. Gehhilfen, Kissen) und physikalischen Maßnahmen (z.B. Elektrotherapie).

Letztendlich ist die Arthrose nicht heilbar. Nach Ausschöpfung aller konservativen Maßnahmen kann bei verbleibender Einschränkung der Funktions- und Lebensqualität die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks zu einer deutlichen Schmerzreduktion und Verbeseerung der Lebensqualität führen.