Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztherapie MRT oder englischsprachig Nuclear Magnetic Resonance NMR genannt) hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung und Verwendung in der Medizin zugenommen und ist aus der modernen Diagnostik nicht mehr wegzudenken.

Als wenig belastendes, nicht invasives Verfahren liefert es Schnittbilder des menschlichen Körpers in allen Ebenen. Eine Belastung mit Röntgenstrahlen gibt es bei diesem Verfahren – im Gegensatz zur Computertomographie – nicht.

Der Patient wird einem elektromagnetischen Feld und einem Kurzwellenimpuls ausgesetzt, womit ein digitales Schnittbild erzeugt wird, das sehr gut insbesondere Weichteilgewebe (z.B. Muskeln, Sehnen, Bänder, aber auch Organe), sowie knorpelige und knöcherne Strukturen und Veränderungen des gesamten menschlichen Gewebes darstellt.

Somit können auf orthopädischem Fachgebiet alle Gelenke, aber auch die gesamte Wirbelsäule mit ihren knöchernen und weichteilmäßigen Strukturen hervorragend untersucht werden (beispielhaft Kreuzband- und Meniskusverletzungen des Kniegelenks, Knorpelschäden und Arthrose der Gelenke, Muskelverletzungen, Knochenbrüche, Bandscheibenvorfall und Spinalstenose). Auch Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie internistische Erkrankungen profitieren von der Genauigkeit dieses Diagnoseverfahrens.

Kontraindikationen sind Herzschrittmacher (nur in Ausnahmefällen in ganz wenigen Zentren möglich) oder Defibrillatoren, aber auch implantierte Hörgeräte. Vorsicht ist auch bei Kontrastmittelallergie angezeigt. Die Untersuchung ist bei Schwangerschaft möglich.

Der Patient liegt in einem relativ engen Tunnel, allerdings gibt es heute bereits größere Tunnel oder spezielle offene Geräte, die aber eine etwas schlechtere Bildqualität bieten, dafür aber den Vorteil des direkten Zugangs zum Patienten haben. Als Schutz gegen die teilweise lauten Untersuchungsgeräusche wird dem Patienten ein Kopfhörer aufgesetzt. Die Untersuchung dauert ca. 10 – 30 Minuten. In der Regel werden dem Patienten danach die Untersuchungsbilder in Form einer CD oder DVD (Papierbilder haben eine schlechtere Qualität) ausgehändigt.